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Integration von Produktionssystemen mit SAP NetWeaver

 

SAP WAS 6.40, Web Dynpro (Java), SAP PI und SAP Enterprise Portal in der Praxis

znt-Richter hat für TRW Airbag Systems, einen der führenden Automotive Supplier im Bereich Car Safety, ein Projekt auf Basis von SAP NetWeaver (SAP WAS 6.40, PI, Portal) realisiert. Ziel war die vertikale Integration der Produktionssysteme in SAP.

Das Projekt

znt-Richter wurde beauftragt, eine Lösung für die Integration von 40 Produktionslinien in den 2 Werken des Kunden in SAP R/3 zu realisieren. Mittlerweile läuft die gesamte Produktion vollintegriert im 3 Schicht Betrieb.

Der Kunde verfolgt in dem Projekt zwei Zielsetzungen:

1. Optimierung der Geschäftsprozesse im Bereich der Produktionslogistik

  • verbesserte Datenqualität
  • Verringerung der Lagerbestände durch Verbrauchsmeldungen in Echtzeit und Einführung von Linienlagerplätzen
  • sichere, zeitgerechte Materialversorgung für die Produktionslinien
  • Vermeidung unnötiger Kommissionierung


2. Weiterentwicklung der IT Landschaft

SAP Release 4.7 Enterprise ist eingeführt. Nun sollen die Möglichkeiten der Enterprise Service Architecture Schritt für Schritt für das Unternehmen nutzbar gemacht werden.

  • Aufbau einer Referenzarchitektur
  • Evaluierung der SAP NetWeaver Technologien
  • Know How Aufbau beim Kunden
  • In dem Projekt wurde die fachliche und technische Basis für die Integration weiterer Geschäftsprozesse erarbeitet

Die Ausgangssituation bei unserem Kunden war wie bei vielen Unternehmen: Die Geschäftsprozesse auf der Unternehmensebene sind sehr gut durch SAP ERP abgebildet. Die Produktion ist weitgehend automatisiert und durch Prozessleitsysteme gut unterstützt. Zwischen der ERP Ebene und der Produktionsebene steht der klassische „Drehstuhl“, auf dem ein Mitarbeiter sitzt und die Daten zwischen den Systemen manuell überträgt.

 

 

                                          Bild 1: Ausgangssituation


Im neu realisierten Szenario werden die Aufträge mit den zugehörigen Stücklisten automatisch auf Grundlage der Planung in APO im Produktionsleitsystem eingelastet, der Materialverbrauch und die Fertigprodukte werden automatisch in Echtzeit zurückgemeldet. Eine wichtige Funktion auf der Integrationsebene ist eine sehr differenzierte Verwaltung der Materialbestände in den Linienlägern, die die Material-Reichweiten berechnet und automatisch nachbestellt.

   

                                      Bild 2: Integrationsszenario



Systemarchitektur

Die Lösung wurde entsprechend der Enterprise Service Architecture auf Basis von SAP NetWeaver (WAS 6.40, PI, Enterprise Portal) realisiert.

 


                          Bild 3: Systemarchitektur

Unser Kunde will SAP Enterprise Portal in Zukunft für die Integration der Prozesse in Richtung Anwender zentral einsetzen. Deshalb ist die Integration von vornherein als integrierte portalfähige Web Oberfläche konzipiert.

Als GUI Technologie fiel die Wahl auf Java und WebDynpro, das in Zukunft strategisch für Rich Web-GUI’s eingesetzt werden soll.
Alle Systemschnittstellen sind als WebService implementiert und sind über die SAP Exchange Infrastructure (PI) gekoppelt. Dies war eine zwingende Anforderung, da entsprechend dem Enterprise Service Architecture Konzept die geschaffenen Schnittstellen als WebServices auch allen anderen Applikationen zur Verfügung stehen sollen.
Die Integrationsapplikation ist als Java / JavaEE Anwendung in der Java Persönlichkeit des Applicationserver SAP WAS 6.40 realisiert.
Die Applikation ist aus mehreren Schichten aufgebaut.

Der Presentation-Layer ist als WebDynpro Applikation realisiert. Mit WebDynpro stellt SAP eine äußerst effiziente Entwicklungsumgebung für die Präsentation von Rich GUI’s im HTML Browser bereit. Die znt Projektentwickler haben bisher Web-GUI’s für die Datenbearbeitung mit verschiedenen anderen Technologien entwickelt und waren begeistert von den Möglichkeiten, die WebDynpro hier bietet.

Im Business Layer der Anwendung mussten komplexe Funktionen für die Reichweitenplanung der Linienläger realisiert werden. Deswegen greifen die WebDynpro’s, was auch sehr leicht möglich wäre, nicht direkt auf R/3 Daten zu sondern es wurde eine eigene Business Logik Schicht als EJB’s (Enterprise Java Beans) realisiert. Die EJB’s realisieren die fachlichen Services und stellen Funktionen wie “ „Verbrauch buchen“ oder „Material bestellen“ bereit. Darunter liegen die eigentlichen Business Objects („Auftrag“, „Produktionslinie“). Die Business Objects werden mit Hilfe von JDO (Java Data Objects) persistent gemacht, die Speicherung erfolgt über die Persistence Services in einer Oracle Datenbank.

Erfahrungen im Projekt

Der Einsatz des SAP WAS 6.40 stellte zu Beginn natürlich eine Herausforderung dar, war doch das Produkt noch im Ramp Up Programm. Dennoch hat sich unser Kunde und znt-Richter entschieden, im Hinblick auf die zukunftsweisende Architektur auf die neue Technologie zu setzen.

Zusammenfassend kann man sagen, es hat sich gelohnt. Die angestrebten Ziele, sowohl bezüglich der jetzt implementierten Funktionalität als auch der Referenzarchitektur konnten im Terminplan erreicht werden. Der Pilotbetrieb wurde im 2005 gestartet. Die anfänglichen Probleme, die ein Produkt in der Ramp Up Phase naturgemäß mit sich bringt, konnten mit guter Unterstützung des SAP Supports rasch gelöst werden, mittlerweile stellt sich der SAP WAS 6.40 als stabile Applikationsplattform dar.

Als Entwickler Java / JavaEE Applikationen mit langjähriger Erfahrung sind wir überzeugt von den Konzepten von SAP NetWeaver als tragfähige technologische Plattform. Wenn auch andere Java Application Server oder EAI Lösungen in einzelnen Aspekten aufgrund der längeren Historie Vorteile bieten, so überzeugt dennoch das Konzept von SAP wegen der vollen Integration in die betriebswirtschaftlichen Applikationen.

Ausblick

Mit dem Einsatz von SAP NetWeaver hat unser Kunde konsequent den Weg in Richtung Enterprise Service Architecture eingeschlagen. Weiter Projekte auf Basis der NetWeaver Plattform werden zur Zeit umgesetzt.

Gerne beraten wir Sie bei Ihren Vorhaben in der Produktionsoptimierung.

Das Datenblatt steht für Sie hier zum download bereit.