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Smart Factory Series – Battery Edition #4: Neue Standards und Vorschriften

Geschrieben von Markus Rosenberger | 08.06.2026

Smart Factory Series – Battery Edition #4:

Neue Standards und Vorschriften


Wie fortschrittliche Traceability-Systeme die Einhaltung von Vorschriften sichern und Vertrauen schaffen

Da die Batterieindustrie weltweit expandiert, legen die Aufsichtsbehörden die Messlatte für Transparenz, Rückverfolgbarkeit und Nachhaltigkeit immer höher. Für Batteriehersteller - von der Zelle über das Modul bis hin zum Pack - bringt dieser Wandel komplexe neue Anforderungen mit sich, die sich auf Prozesse, Datensysteme und Lieferantenbeziehungen auswirken.

Eine der größten Veränderungen? Die Notwendigkeit, den gesamten Weg jeder Einheit zu verfolgen:

  • Herkunft von Rohstoffen (z. B. Lithium, Nickel, Kobalt)
  • CO₂-Emissionen in der gesamten Wertschöpfungskette
  • Energie, die bei der Verarbeitung und Herstellung verbraucht wird
  • Test- und Prüfergebnisse auf jeder Stufe
  • Prozessdaten - bis hin zu einzelnen Parametereinstellungen
  • Batteriepass


All dies muss mit dem Endprodukt verknüpft werden, damit es im Falle eines Defekts, eines Audits oder einer behördlichen Überprüfung gemeldet oder zurückverfolgt werden kann.

Nachhaltigkeit und Compliance gehen Hand in Hand

Die Vorschriften beschränken sich nicht nur auf die Rückverfolgbarkeit von Produkten, sondern verlangen auch eine Berichterstattung über die Umweltauswirkungen der Produktion. Hersteller müssen nicht nur nachvollziehen, was in einer Batterie enthalten ist, sondern auch, wie sie produziert wurde, wie weit sie transportiert wurde und wie viel Energie das verbraucht hat.

Diese Komplexität wird durch die einzigartige Natur der Batterieherstellung noch verstärkt:

  • Eine Mischung aus Chargen-, kontinuierlichen und diskreten Prozesstypen
  • Anhaltende Prozessvariabilität in der frühen Produktionsphase
  • Mangel an historischen Daten darüber, wie sich Prozessparameter auf die Ergebnisse auswirken

Viele Hersteller erfassen bereits mehr Daten als erforderlich - nicht nur, um die Vorschriften einzuhalten, sondern auch, um eine Ursachenanalyse zu ermöglichen, wenn Probleme auftreten.

Smart Factory-Strategien für Compliance und Rückverfolgbarkeit


  • Granulare Rückverfolgung - Von den Rohstoffen bis zur Endverpackung - verknüpfen Sie jeden Prozessschritt mit zeitgestempelten digitalen Aufzeichnungen.
  • Integrierte Compliance-Dashboards - Geben Sie Rückverfolgbarkeitsdaten direkt in Ihr Compliance-System ein, um eine Live-Überwachung und automatische Dokumentation zu ermöglichen.
  • Digitaler Faden durch die Produktion - Sorgen Sie für einen nahtlosen Datenfluss zwischen Systemen, Maschinen und Teams, um die Datenintegrität und -zugänglichkeit zu gewährleisten.
  • CO₂-Fußabdruck-Berichtstools - Erfassen Sie Umweltverträglichkeitskennzahlen, um die sich entwickelnden Kohlenstoff- und ESG-Standards zu erfüllen.

Warum das wichtig ist

Compliance ist nicht länger eine Kostenstelle - es ist ein Wettbewerbsvorteil. Unternehmen, die transparente, datenintensive Prozesse aufbauen, können:

  • Neue Märkte schneller erschließen
  • Nachhaltigkeitsnachweise erbringen
  • Sofort auf Audits oder Rückrufe reagieren
  • Vertrauen bei OEMs, Aufsichtsbehörden und Verbrauchern aufbauen

Im nächsten Beitrag werden wir diese Serie mit einer Zusammenfassung der wichtigsten Herausforderungen abschließen - und wie ein ganzheitlicher Smart Factory-Ansatz diese in Wachstumstreiber verwandelt.



Smart Factory Series – Battery Edition

#1: Skalierbarkeit in einer schnell wachsenden Branche

#2: Hohe Komplexität und rasante Entwicklung der Fertigungstechnologie für Batteriezellen

#3: Wie datenbasierte Qualitätsstrategien Kosten, Ruf und Skalierbarkeit schützen

#4: Neue Standards und Vorschriften